Copyright Tina Krahmann-Meinecke, Deutschland, 38533 Vordorf
 
 
 
 
 
 
 

 

Zurück

 

 

 

 

 

... seit der Gründung der Vordorfer Wehr hat sich vieles geändert, von den Einsatzanforderungen über

die Ausrüstung bis hin zur Ausbildung.

 

Eines jedoch ist bis heute geblieben;

 

Das uneigenützige Handeln und Wirken zum Wohl der MITBÜRGER ohne Idealismus und die

Einsatzbereitschaft jedes Einzelnen während der vergangenen Jahre (über 100 !) wäre dieses nicht

möglich gewesen.

In der heutigen Zeit, in der Leistungsdruck im Beruf und in der Schule immer stärker wird, ist es immer

schwieriger, Frauen und Männer für die Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr zu begeistern.

Mein großer Dank gilt allen Feuerwehrfrauen und Männern für ihren unermüdlichen Einsatz, um des

nächsten Hab und Gut zu retten, weiterhin sei auch allen fördernden Kameradinnen und Kameraden,

Ehefrauen, Ehemännern, Freundinnen, Feunde, allen Familienangehörigen für ihre Unterstützung sowie

Gönnern der Wehr gedankt, ohne die so manches nicht möglich wäre...

 

Die Freiwillige Feuerwehr Vordorf wurde 1905 gegründet und trägt seitdem 24 Stunden an 7 Tagen

die Woche dazu bei, den Brandschutz in Vordorf und Umgebung sicher zu stellen.

 

Diese Hilfe ist ein Beitrag für Ihre Sicherheit

 

 

Zur Bewältigung dieser Aufgaben wurden in der Samtgemeinde Papenteich immer mehrere Wehren zu Zügen zusammengefasst.

Die Freiwillige-Feuerwehr-Vordorf bildet mit ihren Partnerwehren Meine und Rethen den Zug 1 der Samtgemeinde.

Sollte es in einem dieser drei Orte zu einem Brand kommen, werden immer alle drei Wehren alarmiert.

Somit wird sicher gestellt, dass immer genug Einsatzkräfte vor Ort sind.

 

Brandschutzerziehung ist den Kameraden/innen sehr wichtig.

 

Kinder werden in der Kinderfeuerwehr und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr an die Aufgaben der Feuerwehr herangeführt.

Nicht nur als Feuerwehrangehöriger, sondern auch als Bürger erhalten Sie einen Einblick in das Einsatzgeschehen, Technik und Feuerwehrleben sowie wichtige Informationen rund um den Brandschutz.

 

 

 

Am 01. November 1905 wurde in einer von Vorsteher Heinrich Bosse anberaumten Sitzung die Gründung

der Freiwilligen Feuerwehr Vordorf vollzogen.

32 Bürger stellten sich für diesen Dienst in der Wehr zur Verfügung, als erster Hauptmann wurde Ernst

Reinecke gewählt, sein Stellvertreter wurde Heinrich Harke.

 

Die Gründer:

E. Reinecke (Hauptmann), H.Harke (Stellvertreter), H.Schaper (Schrift-und-Rechnungsführer),

E.Schaper (Steigerführer), R.Grunwald (Stellvertreter), A.Reinecke (Zugführer), H.Waltemath

(Stellvertreter), H.Harke (Rollführer), H.Brandes (Stellvertreter), C.Bosse (Gerätewart), H. Bosse,

E. Bosse, S. Bosse, B. Dettmer, E. Eikenroth (Spritzenmeister), E. Fröhlich, H. Germershausen,

H. Hinze, E. Holste, A. Keller, H. Kruse, E. Lütge (Hornisten), H. Meyer, H. Otte, F. Reinecke

(soziale Mitglieder), C. Rinkel, H. Schmidt, A. Schwarz (Stabshornisten), H. Sebesse, W. Stute,

H. Wegener.

 

Auch die Kameradschaft in unserer Wehr kommt nicht zu kurz, es finden jährlich einige Veranstaltungen wie z.B. Braunkohlwanderung, aufstellen des Maibaumes, Volkstrauertag am Ehrenmal, Blutspende, Hydrantenpflege usw. statt.

 

 

Die Ausrüstung der Wehr wurde von der Gemeinde übernommen.

 

Bereits am 11. November 1905 fand eine Korpsversammlung statt.

Hier wurde der Beschluß gefaßt, eine zweite Garnitur Röcke anzuschaffen.

Der Rechnungsbetrag betrug 17870 Mk. Für Mitglieder a´ Stck. 5,76 1/2 Mk.

Da die Summe in der Wehrkasse nicht vorhanden war, gab Schriftführer Heinrich Harke einen Vorschuss

von 80 Mk, dieser mußte mit 4% verzinst werden.

 

Bei der Generalversammlung 1913 legten die beiden Wehrführer ihr Amt nieder.

Als Hauptmann wurde Heinrich Bosse, als dessen Stellvertreter Ernst Bosse gewählt.

In diesem Jahr wurde die Wehr zu einem Strohdiemenbrand alarmiert.

 

Von 1914 - 1918 wurde die Wehr von Vorsteher Lütge geleitet.

Zwei Kameraden kehrten aus dem Krieg nicht zurück.

 

1923 übernahm Ernst Bosse die Führung der Wehr, Stellvertreter wurde Heinrich Werthmann.

Bei einer Versammlung in diesem Jahr wurde ein Fass Bier getrunken, welches 65.000 Mk kostete.

Der Mitgliedsbeitrag wurde in diesem Jahr auf 10,- Mk pro Monat festgesetzt.

 

1928 wurde ein Stoßtrupp gewählt; "Ausgerüstet mit einem Minimax. Heinrich Otte mit seinem Minimax,

August Reinecke mit Minimax von Heinrich Höper, Otto Ebeling mit Minimax von Ernst Bosse."

Unter "Minimax" verstehen wir heutzutage einen Handfeuerlöscher.

 

1929 erhielt die Wehr die erste Motorspritze, 1932 wurde bei einem Brand in Adenbüttel und 1933 in

Meine Hilfe geleistet.

 

 

1938 übernahm Heinrich Otte die Führung der Wehr.

Sein Stellvertreter wurde Ernst Lütge ( Ackermann).

 

Während der Kriegszeit mussten wegen eventueller Luftangriffe glänzende Teile an Uniformen

geschwärzt bzw. entfernt werden.

1947 gaben die Kameraden Heinrich Otte und Ernst Lütge ihre Führungsposition ab.

Die Führung der Wehr übernahm Robert Poppe, Stellvertreter wurde Otto Fricke.

Danach wurde die Wehr neu gegliedert. Es fanden Wettkämpfe auf Kreis- und Bezirksebene statt.

Gute Plätze konnten errungen werden.

 

 

Von 1952 - 1955 wurden 21 junge Kameraden in die Wehr aufgenommen.

Ebenfalls wurde eine neue Motorspritze angeschafft. Durch eine Geldsammlung im Ort -- Summe 1.900 DM --

wurde diese Anschaffung für die Gemeinde erleichtert.

 

Das 50-jährige Bestehen wurde 1955 gefeiert. Beginnend am 25.06. mit einem Kommers, Strahlen einer

Pyramide und dem großen Zapfenstreich.

26.06. Großer Umzug mit 14 Wehren und den hiesigen Vereinen. 27.06. Festessen und Abschlusstanz.

 

 

1960 wurde Hermann Harke zum Stellvertreter des Brandmeisters gewählt.

 

1964 wurde durch Neuaufnahme von 10 jungen Kameraden die Wehr verjüngt.

Am 25.04,1964 übergab die Gemeinde der Wehr ein Fahrzeug TSF-T.

 

Am 08.05.1965 wurde das 60-jährige Bestehen im Saale Lütge gefeiert. Die Brandmeister der Nachbarwehren

sowie der Kreisbrandmeister nahmen an der Feier teil.

 

1967 legte Robert Poppe aus Altersgründen seinen Posten nieder.

Beginnend in den schweren Nachkriegsjahren hatte er 20 Jahre die Wehr geführt.

In einer würdigen Feierstunde wurde Robert Poppe zum Ehrenbrandmeister ernannt und vom Kreisbrandmeister

mit dem Feuerwehrehrenkreuz II. Stufe ausgezeichnet.

Auch Hermann Harke legte sein Amt als Stellvertreter nieder.

Zum neuen Ortsbrandmeister wurde Heinrich Lütge, zu seinem Stellvertreter Günther Brandes ernannt.

Adolf Reinecke wurde zum Schriftführer und Herbert Hinze zum Kassenführer gewählt.

1967 wurde eine Sirene installiert.

 

Am 26.02.1971 wurde uns Brandmeister Heinrich Lütge durch einen plötzlichen Tod entrissen.

Auf einer außerordentlichen Generalversammlung wurde Ernst Dey zum Ortsbrandmeister und Karl Engeler

zu seinem Stellvertreter gewählt.

Im selben Jahr konnte der Wehr das neue Gerätehaus an der Schule übergeben werden. Eine neue Motorspritze

wurde angeschafft.

 

Im September 1972 wurde ein neues Fahrzeug in Dienst gestellt.

 

 

1974 wurde eine Jugendgruppe gegründet, als Jugendwart wurde Manfred Kruse eingesetzt.

 

In den letzten Jahren waren Einsätze größeren Ausmaßes nicht erforderlich. Außer Einsätze beim Panzerbrand, sind nur noch weitere Hilfeleistungen und Kleinbrände zu verzeichnen.

 

Im Jubiläumsjahr 1980 wurde unsere Wehr zu einem Brand nach Eickhorst gerufen, beim Eintreffen mußten wir feststellen, das das Feuer schon unter Kontrolle war.

 

In der Zeit vom 05.-07-09.1980 feierten wir 75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Vordorf.

Am Freitag wurde die Feier mit einem Kommers eröffnet, an dem Prominente und zahlreiche Wehren teilnahmen.

Am Samstag fanden einige Vorführungen statt.

Die Berufsfeuerwehr aus Braunschweig kam mit einer Drehleiter, auf der man in die Höhe fahren konnte.

Der Sonntag vormittag wurde mit einer Kreisverbandstagung begonnen, an der 27 Wehren teilnahmen.

Bei "Kaiserwetter"  fand nachmittags ein großer Festumzug statt, an dem sich ca. 500 Personen beteiligten.

Mit dabei war ebenfalls der Sechserzug der Brauerei Wolters, der ein eindrucksvolles Bild lieferte.

Eindrucksvoll waren auch die drei Fallschirmspringer, die zur Erde schwebten.

Leider verletzte sich einer bei der Landung.

 

 

Festumzug bei der 75-Jahr-Feier:

 

Die 22. Gemeindewettkämpfe fanden am 07.07.1985 statt.

Damit die Wettkämpfe reibungslos ablaufen konnten, wurden extra zwei Wasserentnahmestellen erstellt.

Nach einer Übung, die am 20.10.1985 stattfand, übergab uns die Gemeinde und die Verwaltung einen Schulungsraum, der sich in der Schule in Vordorf befand.

Dieser wurde von uns durch Eigenleistung, nebst Toilettenraum, mit geringem finanziellen Aufwand ausgebaut.

 

Unsere Gemeindewettkämpfe fanden am 27.08.1989 bei sehr schlechtem Wetter mit 14 Wehren statt.

Am Tag davor tagte die Stadt-und Gemeindebrandmeisterversammlung im Gasthaus Preuß.

Der Kreiswettbewerb wurde am 03.09.1989 mit 28 Wehren ausgetragen.

 

 

Dann kam das Jahr 1990 und wir kauften uns einen VW-Bus, der durch Spenden und Eigengeld finanziert wurde und bauten ihn feuerwehrgerecht um.

 

Im Jahr 1990 wurden erstmalig Mädchen in die Jugendfeuerwehr aufgenommen.

 

Das Jahr 1992 zeigte sich für die Wehr als ein sehr arbeitsreiches Jahr.

Hinter dem Gerätehaus wurde ein Anbau und im ehemaligen Warmhaus ein Umbau vorgenommen.

Die Arbeiten wurden alle in Eigenleistung erbracht.

Der damalige Organisator war der Stellvertretende Ortsbrandmeister F.Wille.

Auf dem Anwesen des Kameraden Karl Engeler wurde eine dritte Sirene angebracht, die am 05.12.1992 zum ersten Male ertönte.

 

Der Januar 1993 war für die Wehr kein guter Monat, denn der TSF Ford, Baujahr 1971 kam nicht mehr durch den TÜV.

Nach Antragsstellung erhielten wir im September ein neues Fahrzeug, einen TSF VW.LT 31..

 

90 Jahre Freiwillige Feuerwehr feierten wir 1995 mit der Veranstaltung der "Eimerwettkämpfe", an denen 13 Wehren mit 20 Gruppen teilnahmen.

Am Vorabend wurde zum Kommers geladen, zu dem sehr viele hohe Gäste erschienen.

 

Unsere Jugendfeuerwehr hatte 1999 ein sehr starkes Jahr. Bei den Gemeindewettkämpfen belegten sie den dritten Platz, bei den Kreiswettkämpfen in Ahnsen den zweiten Platz und bei den Bezirkswettkämpfen in Herzberg im Harz den 17. Platz.

 

25 Jahre Jugendfeuerwehr wurde am 04.09.1999 mit einem Kommers im Gasthaus "Zur Post" gefeiert, zu dem wir viele Gäste begrüßen konnten.

Dieses nahmen wir zum Anlass, den Kreis O-Marsch auszurichten, bei dem unsere Jugendfeuerwehr ein super Finale hatte.

Es nahmen 94 Gruppen mit ca. 1000 Jugendlichen teil, unsere 2. Gruppe wurde Sieger, verzichtete aber wegen des Heimvorteils auf den 1. Platz und belegte den 3.Platz.

Die erste Gruppe erreichte den 7.Platz.

 

 

Im Jubiläumsjahr 2005 verzeichnete die Freiwillige Feuerwehr Vordorf, an der Spitze Ortsbrandmeister Manfred Kruse und Klaus Engeler als Stellvertreter, 55 aktive, 26 passive, 162 fördernde und 17 jugendliche Mitglieder.

 

 

Unser förderndes Mitglied Kurt Glagau verstarb am 09.09.2006.

Auch ihm gaben wir das letzte Geleit.

 

Die Sirenen heulten am 10.10.2006 um 18.15 Uhr.

Einsatz Adenbüttel!

Gebäude brennt in voller Ausdehnung, 3Personen vermisst.

7 Minuten später waren 13 Kameraden vor Ort, es wurde eine lange Wegstrecke (Wasserversorgung) hergestellt und unsere Atemschutzträger sowie die Feuerwehrsanitäter eingesetzt.

Es stellte sich heraus, dass dies eine Übung des Löschverbandes II war.

 

11.11.2006, 12.06 Uhr, Sirenenalarm, auf der K58 zwischen Vordorf und Eickhorst Verkehrsunfall 19 Kameraden von unserer Wehr, sowie Meine, RTW und Polizei waren vor Ort.

Gott sei Dank war niemand ernstlich verletzt.

Kurios war, dass eine hinzukommende Unfallzeugin dem Verunfallten helfen wollte, das eigene Fahrzeug abstellte, dieses sich selbständig machte und ebenfalls in den Graben rollte.

 

Unser Kamerad Oberlöschmeister Arnold Kowalski verstarb am 17.11.2006 im Alter von 83 Jahren. Er war über 20 Jahre Kommandomitglied.

Auch ihm gaben wir das letzte Geleit..

 

 

 

 

Zurück