Copyright Tina Krahmann-Meinecke, Deutschland, 38533 Vordorf
 
 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weihnachtliche Brände entstehen oft aus Unwissenheit und auch Vergeßlichkeit:

 

"Was soll schon bei mir brennen?" Bei Sprüchen wie diesen kann Werner Westermann nur resigniert den Kopf schütteln. Er weiß zu gut, wie schnell die eigenen vier Wände Feuer fangen können. Besonders in der Adventszeit, wenn wieder überall die Kerzen brennen. Der freie Sachverständige für Einbrüche, Brand- und Wasserschäden sieht immer wieder die verheerenden Ausmaße eines Wohnungsbrandes. Grund genug, auf die Gefahren hinzuweisen. Zusammen mit Dieter Klupsch von den RheinLand-Versicherungen möchte er aufklären.

Lange Berufserfahrung:

Denn Westermann weiß aus seiner langjährigen Berufserfahrung, wie groß die Schäden ausfallen. Und bei einem Feuer geht es nicht nur um die reinen Sachverluste. Oft ist der immaterielle Schaden viel größer. Erinnerungen gehen verloren, die nicht ersetzt werden können.

Vergessene Kerzen:

Dabei sind die Geschichten hinter dem Feuer oft dieselben. Die Kerze brennt - und wird vergessen. Wenn das Telefon klingelt oder der Nachbar vor der Haustür steht, denken die wenigsten an die Gefahr. Es bedarf nur eines kurzen Luftzuges und schon ist es passiert. "Das ist grobe Fahrlässigkeit", sagt der Experte.

Richtig gefährlich:

Richtig gefährlich wird es, wenn der Baum in Flammen steht. Die trockenen Nadeln brennen binnen Sekunden. "So ein Tannenbaumbrand ist wie eine Explosion. Das Feuer verbreitet sich an der Decke schlagartig. Da hat man keine Chance mehr", weiß Westermann.

Eimer Wasser:

Auch der obligatorische Eimer Wasser neben dem Baum kann in diesen Momenten nichts ausrichten. So schnell, wie das Feuer um sich greift, kann es nicht gelöscht werden.Der Sachverständige rät daher, auf Kerzen zu verzichten - zumindest als Tannenbaum-Dekoration. Stattdessen empfiehlt er Lichterketten. Sie können flexibel an- und ausgeschaltet werden und müssen nicht im Auge behalten werden.

Glas- oder Metallteller:

Wer in der Adventszeit dennoch nicht auf Kerzen verzichten möchte, sollte darauf achten, dass sie auf einem Glas- oder Metallteller stehen. Nur so sind sie sicher, und das Feuer kann nicht auf das Tannen- oder Kunststoffgedeck übergreifen.

 

(QUELLE - Emsdettener Volkszeitung.de)

 

 

 

 

Vorgehen bei Verbrennungen:

Hitzequelle beseitigen, Ausschalten des schädigenden Agens, heiße Kleider entfernen, Strom abschalten, Selbstschutz beachten;
Prüfung der Vitalfunktionen des Brandverletzten;
kleine Verletzungen mit Leitungswasser bis zur Linderung des Schmerzes kühlen; Vorsicht bei größeren Verbrennungen, hier besteht Unterkühlungsgefahr;
bei chemischen Verletzungen zunächst mit Wasser spülen, wenn keine weiteren Einzelheiten bekannt sind; ansonsten spezifische Behandlung, zum Beispiel bei Flusssäure-Verätzungen Behandlung mit Calciumgluconat; Sicherstellen des chemischen Agens;
Ausdehnung der Schädigung in Prozent der Körperoberfläche und deren Tiefe in Graden abschätzen.

(QUELLE: Pharmazeutische Zeitung - online )

 

 

Der Umgang mit dem Feuerlöscher:

 

Umgang mit dem Feuerlöscher - 1
  • Achten Sie auf die Windrichtung, immer mit dem Wind löschen
  • nicht in die Flammen spritzen sondern von unten in die Glut
  • ausreichend Abstand halten, damit die Pulverwolke möglichst den gesamten Brand einhüllt
  • stoßweise löschen
Umgang mit dem Feuerlöscher - 2
  • Flächenbrände von vorne und von unten löschen, nicht von hinten oder oben
  • Löschvorgang auf das Brandgut konzentrieren, nicht auf die Flammen
Umgang mit dem Feuerlöscher - 3
  • Tropf- oder Fließbrände von der Austrittstelle zur brennenden Lache hin löschen
Umgang mit dem Feuerlöscher - 4
  • größere Brände immer mit mehreren Feuerlöschern bekämpfen
  • die Feuerlöscher gleichzeitig und nicht nacheinander einsetzen
Umgang mit dem Feuerlöscher - 5
  • nach dem Löschen bitte die Brandstelle nicht verlassen, sondern aufmerksam beobachten, um Rückzündungen rechtzeitig zu erkennen
Umgang mit dem Feuerlöscher - 6
  • bitte stellen Sie sicher, dass der/die eingesetzten Feuerlöscher nach dem Einsatz wieder aufgefüllt werden und voll funktionsfähig wieder an dem gewohnten Standort platziert werden

 

 

Rauchmelder retten Leben!

Schlafende Nasen riechen nichts.

Die meisten Brandopfer – 70% – verunglücken nachts in den eigenen vier Wänden.

Gefährlich ist dabei nicht so sehr das Feuer, sondern der Rauch.

95% der Brandtoten sterben an den Folgen einer Rauchvergiftung!

Rauchmelder haben sich als vorbeugender Brandschutz bewährt.


...und sie kosten wirklich nicht viel,.....

 

Beispiele, vor kurzem geschehen:

Rauchmelder können Leben retten – das zeigte einmal öfter ein Vorfall in Ratingen.

In der Nacht auf Donnerstag wurde ein Paar von dem Piepsen des Heimrauchmelders aus dem Schlaf gerissen. So konnte sich das Elternpaar mit ihrem Baby noch rechtzeitig auf die Dachterrasse retten.

Wie wichtig Heimrauchmelder sind, zeigte ein Brand in der Nacht auf Donnerstag in Ratingen.

Kurz nach 1.00 Uhr morgens wurde ein Elternpaar von dem Piepsen des Rauchmelders aus dem Schlaf gerissen. Daraufhin bemerkte das Paar Brandrauch in der Wohnung.

Der Rauch hatte sich bereits in der Wohnung verteilt – der Treppenraum war nicht mehr erreichbar.

So rettete sich das Elternpaar mit ihrem Baby auf die Dachterrasse der Wohnung.

Feuerwehr rettete Elternpaar und Baby mit Drehleiter

Nicht nur die Feuerwehr war schnell vor Ort, auch die Polizei war zur Stelle um die Strasse für die Feuerwehrfahrzeuge abzusperren. Die Kameraden der Ratinger Wehr setzten die Drehleiter ein, um die Eltern mit ihrem Baby von der Dachterrasse in Sicherheit zu bringen. Ein weiterer Hausbewohner wurde vorsorglich über die Drehleiter vom Balkon gerettet.

Keine Anzeichen einer Rauchgasvergiftung

Um sicher zu gehen, dass die vier Personen keine Verletzungen oder Rauchgasvergiftung erlitten hatten, wurden sie vorsorglich dem Rettungsdienst übergeben und von einer Notärztin untersucht. Die Notärztin konnte jedoch keine Anzeichen einer Rauchgasvergiftung feststellen.

Topf mit Babyflaschen-Gummisaugern war angebrannt

Währenddessen machte sich der Angriffstrupp der Ratinger Feuerwehr daran, die Wohnungstüre zu öffnen. Schnell konnten die Einsatzkräfte die Ursache für die starke Rauchentwicklung feststellen: Auf dem Herd war ein Topf mit Gummisaugern der Babyflaschen angebrannt. Dies hatte die komplette Wohnung so stark verraucht. Mittels Hochdruckbelüfter wurden Belüftungsmaßnahmen durchgeführt. Knapp eine Stunde nach der Alarmierung konnten die Einsatzkräfte die Wohnung wieder an die Eltern übergeben.

Rauchmelder wichtig zur Brandfrüherkennung

Vor Ort waren bei dem Einsatz die Löschzüge der Berufsfeuerwehr Ratingen und der Freiwilligen Feuerwehr- Mitte. Außerdem war ein Rettungswagen und ein Notarzt vor Ort. In der Erstphase des Einsatzes wurde vorsorglich noch die Drehleiter aus Lintorf hinzualarmiert. Diese wurde jedoch im Einsatzverlauf nicht mehr benötigt. Die Feuerwehr Ratingen nahm diesen Vorfall zum Anlass um erneut darauf hinzuweisen, wie wichtig Heimrauchmelder zur Brandfrüherkennung sind.

Bilder: Feuerwehr Ratingen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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